
Lesung im Hotel „Rombergpark“ in Dortmund am 13. Oktober 2007
Irgendwie entwickelte sich der goldene Oktober so allmählich zu dem Monat, in dem uns (fast) alljährlich der Hafer sticht. Und so war für uns klar, dass auch 2007 der Herbst wieder mit einer BiS-Lesung begrüßt werden musste.
Die Damen und Herren von Dortmunder Designer-Gruppe „Heimatdesign“, die 2007 noch im damaligen Hotel „Rombergpark“ residierten und dort auch selbst viele Parties, Ausstellungen und anderes veranstalteten, fanden den Gedanken auch gut und boten uns mit dem alten Speiseraum des Hotels einen der besten Auftrittsorte, die wir je hatten! Der morbide 70er-Jahre-Charme dieses Saales in einem alten, weitgehend leerstehenden Hotel mitten im Rombergpark zu Dortmund, dieses wie aus Stephen Kings „Shining“ ins Reale herübergewucherte Szenario, diese Mischung aus anheimelnder Nostalgie und Unwirtlichkeit, aus edler Patina und gelben Zähnen, aus Leichtigkeit und Tragik – das war genau das richtige Ambiente für unsere Vorführungen!
Besondere Würze bekam der Abend noch dadurch, dass er eine der letzten Veranstaltungen im Hotel „Rombergpark“ war, das kurz darauf abgerissen wurde.
Mit dabei waren die BiS-Besetzung aus Kasimira, Heyoka, Koboldskram und Z, die sich bereits im Jahr zuvor in Dresden bewährt hatte, sowie erstmals Koboldskrams Band „Transpiranha“. Dank geht an die „Heimatdesign“-Crew, insbesondere an Kay, für Organisation und unkomplizierte Unterstützung an allen Fronten!
(Fotos von Kay mit Kommentaren von Heyoka)
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Der Flyer
Da wir – wie gewohnt – nichts dem Zufall überlassen wollten, schütteten wir aus mehreren angemieteten Zeppelins und Ballons heraus die Stadt mit Flyern zu. Alle sollten kommen!
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In trauter Runde
Ein mittlerweile eingespieltes Team: Heyoka, Z und Kasimira (und irgendwo springt auch Koboldskram herum).
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Heyoka liest
Während Heyoka liest, machen sich die Rocker von „Transpiranha“ im Hintergrund bereits bereit. Wann waren zartes Dachstubendichtertum und roher Rock’n’Roll einmal derart eng in Raum und Zeit verbunden?
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Transpiranha
Als die drei Herren von „Transpiranha“ ein wenig linkisch auf die Bildfläche treten, unbeholfen an ihren Instrumenten nesteln und scheu zu Boden blicken, ahnt niemand, was kurz darauf folgen würde: ein akkustischer Wutausbruch, ein orgiastischer Taumel durch die Oktaven, ein nicht enden wollender Klangsturm, wie es das ehrwürdige Hotel „Rombergpark“ wohl noch nicht erlebt hat und nie wieder erleben würde.
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Kasimiranha
Als das Publikum bereits glaubt, nun nicht mehr überrascht werden zu können, tritt zunächst Frau Kasimira auf den Plan! Sie wird mit ihrem Kostüm und ihrer folgenden Performance der Band die Schau stehlen.
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Christoph
Hinzu kam kurz darauf auch Christoph, der im Gefolge von Kasimira, Koboldskram und „Transpiranha“ aus dem Hessischen angereist war. Das Publikum schaute gebannt, und jeder fragte sich, was nun folgen würde.
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Musik und Tanz (1)
Überrascht und begeistert waren wir alle! Kasmira und Christoph steigerten sich nach und nach in einen Derwisch-Tanz, der jeder Beschreibung spottte. Und darum sollen hier nun die Bilder sprechen.
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Musik und Tanz (2)
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Musik und Tanz (3)
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Musik und Tanz (4)
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Musik und Tanz (5)
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Ausgepumpt
Christoph nach der Raserei: völlig ausgepumpt.
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Nach der Beschallung
Was weder die BiS-Crew noch die Band im Rausch mitbekommen hatten: offenbar waren die Lautstärke, die Geschwindigkeit und die Macht der Eindrücke zuviel für so manchen Gast. Nach dem Ende des ersten „Transpiranha“-Zwischenspiels jedenfalls hatte sich unser Publikum halbiert, nach dem zweiten waren es dann noch zehn ganz harte Zuhörer. Aber Kunst kennt nun mal keine Kompromisse!
Und so feierten wir anschließend den gelungenen Abend noch lange und ausgiebigst in der besten Dortmunder Kneipe, im „Subrosa“!
